Arten der Willenserklärung

Willenserklärungen können ausdrücklich oder stillschweigend sein. Sie könne mittelbar oder unmittelbar mitgeteilt werden:

 Ausdrückliche Willenserklärung

  • Erklärter Wille geht unmittelbar aus der Mitteilung resp. folgenden Elementen hervor:
    • Wort
    • Schrift
    • Zeichen
      • Handzeichen
      • Signale
    • Klare Körpersignale
      • Nicken
      • Kopfschütteln

Stillschweigende Erklärung

Konkludentes Verhalten

  • Erklärter Wille kann aus konkludentem Verhalten der Person hervorgehen
    • Nur beim Vorliegen schlüssiger Anhaltspunkte, die nach Treu und Glauben auf Willenserklärung schliessen lassen

Schweigen

  • Erklärter Wille kann durch Schweigen hervorgehen
    • Voraussetzungen
      • wenn nach der Natur des Geschäftes oder nach den Umständen eine ausdrückliche Annahme nicht zu erwarten ist (vgl. OR 6)
    • Schweigen bei unbestellten Sachen
      • Stellt keine Annahme dar, da Zusendung unbestellter Sachen kein Antrag darstellt (OR 6a)

Unmittelbare und mittelbare Willenserklärung

  • Unmittelbare Erklärung
    • Durch das direkte Wort als Kommunikation zwischen den Parteien
      • im unmittelbaren Verkehr
      • am Telefon
      • via Chat
  • Mittelbare Willenserklärung
    • Durch schriftliche Kommunikation, bei der ein Übermittlungsvorgang notwendig ist
      • Brief
      • E-Mail
      • SMS
      • WhatsApp

Weiterführende Literatur

  • Koller Alfred, Vertragsschluss und Schweigen auf einen Antrag, recht 1996, S. 70 ff.
  • Furrer Daniel / Müller-Chen Markus, Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 2. Auflage, Schulthess (Zürich), Zürich 2012, S. 57 ff.

Drucken / Weiterempfehlen: